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Geschichte / Persönlichkeiten

Geschichte

Warum die Wartburg auf Friedrichrodaer Boden steht

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Zentraler Ausgangspunkt war der Bau der Schauenburg im 11. Jahrhundert von „Ludwig mit dem Barte“. Einer seiner Gefolgsleute, Friedrich, bekam den Auftrag, den Wald zu roden und eine Siedlung zu gründen, daraufhin „Friedrichsrot“ bezeichnet. Die Burg war anfänglich Mittelpunkt gräflichen Besitzes und zahlreicher Festlichkeiten. Der Sohn Ludwigs  des Bärtigen, genannt Ludwig der Springer, begann aber 1067 mit dem Bau der Wartburg, auf die er dann übersiedelte. Hier erzählt die Sage, Ludwig der Springer habe in Körben Erde von der Schauenburg auf den Warteberg tragen lassen, um zu beschwören, dass er auf eigenem Boden baue.
Chroniken berichten, dass Ludwig der Springer, der Erbauer der Wartburg, das Benedektinerkloster Reinhardsbrunn 1085 als Hauskloster der Thüringer Landgrafen stiftete. 10 Mönche aus dem Reformkloster Hirsau im Schwarzwald vollzogen den geistlichen Neuaufbruch im Thüringer Land. In der Folge stand Reinhardsbrunn neben dem Peterskloster in Erfurt an der Spitze der mehr als 250 Thüringer Klöster. Ludwig der IV. wurde im Beisein seiner Ehefrau Elisabeth von Thüringen 1228 in Reinhardsbrunn beigesetzt. Nach der Reinhardsbrunner Chronik ereigneten sich an seinem Grab zahlreiche Wunder, was die Wallfahrttradition begründete, an die heute bewusst angeknüpft werden soll.

Warum unser Hausberg Gottlob heißt und andere Geschichten

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Gottlob, nun bist du mein...

Einst veranstaltete Ludwig der Bärtige auf der Schauenburg bei Friedrichroda ein großes Fest, zu dem alle Adligen Thüringens mit ihren Familien geladen waren. Es wurde jedoch nicht nur gefeiert, sondern es maßen sich auch die anwesenden Ritter und deren Knappen in Zweikämpfen. Dabei tat sich besonders ein Knappe Ludwigs des Bärtigen hervor, der ob seiner gewaltigen Kräfte und seiner Schönheit die Bewunderung der Edelfrauen erlangte. Doch war der Knappe, ein einfacher Bauernbursche, bereits einem der Edelfräulein in herzlicher Liebe zugetan. Allein, er hatte schon mehrmals vergeblich bei ihrem Vater um ihre Hand angehalten. Stets war sein Antrag mit dem Hinweis auf seine niedere Herkunft abgeschlagen worden.
Als nun der junge Bursche nach den siegreich bestandenen Zweikämpfen nochmals um die Hand der Schönen bat, erwiderte deren Vater: „Wärest du ein Ritter und vermögest du meine Tochter ohne abzusetzen auf deinen Armen jenen hohen Berg gegenüber hinaufzutragen, dann würde ich sie dir zur Frau geben!“ Der Knappe warf sich sogleich seinem Herrn, Graf Ludwig dem Bärtigen, zu Füßen und bat, zum Ritter geschlagen zu werden.
Nachdenklich strich sich Ludwig seinen Bart und sprach: „So sei es denn. Du hast bewiesen, dass du würdig bist, ein Ritter zu sein!“ Damit hieß er seinen Knappen niederknien und schlug ihn mit dem Schwert dreimal  auf die Schultern. Nun war der Bursche ein Ritter und machte sich sogleich daran, seine Braut durch die geforderte Kraftprobe zu erringen. Alle Gäste zogen von der Schauenburg hinunter ins Tal, um zu sehen, wie der Bursche das Edelfräulein den gegenüberliegenden hohen Berg hinauftrage. Beherzt nahm der Ritter seine Braut auf die Arme und lief sogleich in schnellem Lauf den steilen Weg hinan, verfolgt von den Augen der atemlos gespannten Zuschauer im Tal. Und wirklich, er schaffte es bis zum Bergesgipfel, wo er glücklich ausrief: „Gott lob, nun bist du mein!“ Doch kaum hatte er dies ausgesprochen, als er tot zu Boden schlug, da die übermenschliche Anstrengung zu groß gewesen war. Trauernd wurde der Tote zurück zur Schauenburg getragen. Die Braut zog sich in ein Kloster zurück, wo sie bald darauf vor Gram starb. Zum Gedenken an seinen tapferen jungen Ritter aber nannte Ludwig der Bärtige jenen Berg, auf dem ihn der jähe Tod ereilt hatte, den Gottlob.

 

Der Protest von Gotha und Waltershausen

Der Abt von Reinhardsbrunn wollte Friedrichroda einen Markt verschaffen, um die Einnahmen des Klosters zu mehren. Daraufhin protestierten die Städte Waltershausen und Gotha gewaltig, weil sie die Konkurrenz befürchteten. Sie wandten sich an den Landgrafen Hermann I., der daraufhin beschloss, den sich in Friedrichroda entwickelnden Markt zu zerstören. Der Verzicht auf den Markt und die Zahlung von 40 Pfund Silber retteten den Ort.
Im 13. Jahrhundert galt die Benediktinerabteil Reinhardsbrunn als eines der reichsten Klöster. Die Ludowinger erkoren es als Begräbnisstätte aus, die Grabsteine liegen heute in der  Eisenacher Georgenkirche. Ende des 13. Jahrhunderts legte der fränkische Raubritter Ludwig im Kloster einen Brand, der große Zerstörungen anrichtete. Es soll Rache gewesen sein, weil ein Abt seinen Bruder in Friedrichroda wegen Räubereien hatte hinrichten lassen. So geriet das Kloster in große Geldnot und erreichte auch nie wieder vergangene Blüte und Macht. 1595 erhielt Friedrichroda das Marktrecht.  Zwei Jahre später kam das Stadtrecht dazu.
Landwirtschaft, Bleicherei und Zwirnhandel sowie der Bergbau waren in dieser Zeit die Haupterwerbsquellen. Rund um Friedrichroda rauchten die Holzkohlenmeiler, etwas Ackerbau und Viehzucht wurden betrieben – ein stiller, abgeschiedener Waldwinkel.

Vom Kloster zum Schloß Reinhardsbrunn

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Ganz in der Nähe übersetzte Luther auf der Wartburg 1521/22 das Neue Testament ins Deutsche und leitete damit die Reformation ein, mit dem deutschen Bauernkrieg erreichte diese ihren Höhepunkt.
In Friedrichroda und Umgebung griffen Bauern und Bürger zur Waffe und zogen gegen das Kloster Reinhardsbrunn. Sie stürmten es und zündeten es an. Das Benediktinerkloster wurde 1525 zerstört, daraufhin aufgelöst. Die Güter und Besitzungen zog der Landesherr ein und bildete später ein „Amt Reinhardsbrunn“. 1572 fiel es an Sachsen-Weimar und 1640 an Herzog Ernst von Gotha. 1748-1749 wurde es dem Amt Tenneberg zugeordnet. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde ein Amtshaus auf den Trümmern errichtet, wenig später das Hohe Haus und die Kirche. Auf den Grundmauern des Hohen Hauses erhebt sich seit 1828 das heutige, unter Herzog Ernst I. von Coburg und Gotha gebaute Schloss. Umgeben von herrlichen Parkanlagen wurde es zum Jagd- und Lustschloß des Fürsten.
Derzeit fristet die Historische Anlage einem trostlosen Dasein in  Privateigentum. Es gibt permanente Bemühungen um eine zukunftsfähige Nutzungskonzeption für das Schloß Reinhardsbrunn.

Der erste Kurgast Friedrichrodas

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1837 kam der Gothaer Buchhändler Friedrich Christoph Perthes nach Friedrichroda, um sich von den Folgen einer schweren Krankheit zu erholen. Von hier aus schriebe er einem Freund: „Sie kennen Friedrichroda, und ich habe nicht nötig, Ihnen die Herrlichkeit der Lage zu beschreiben. Alles begünstigt uns – der Himmel ist blau, die Wälder dunkel, die Wiesen grün.“ Von nun an kam der weitgereiste Mann regelmäßig hierher, brachte Verwandte und Freunde mit. Er empfahl das Waldidyll mit seinem heilenden Klima weiter.
1841 wurde er Ehrenbürger von Friedrichroda. Immer mehr Kurgäste und Sommerfrischler kamen jetzt hierher. Zum eigentlichen Ruf eines heilklimatischen Kurortes kam Friedrichroda erst, als sich Dr. Ferdinand Keil 1844 niederließ und andere Mediziner aufmerksam machte. Bis nach Finsterbergen, Tambach, Ernstroda und Schönau besuchte er seine Patienten. Keil gründete einen Verschönerungsverein und bald entstand daraus das Badekomitee. In dieser Zeit veränderte Friedrichroda gründlich sein Gesicht – Hotels und Pensionshäuser entstanden, die Zahl der Gäste stieg an.
1889 besuchten schätzungsweise 8000 Gäste jährlich Friedrichroda.
1903 waren es 12.000 Kurgäste.
Vor dem ersten Weltkrieg erreichte die Zahl der Kurgäste fast 15.000 im Jahr.
Erst gegen Ende der 20er Jahre lief der Erholungsbetrieb wieder auf vollen Touren. Die 30er Jahre brachten den erneuten Aufschwung für Friedrichroda. Danach erlag der Kurbetrieb den Wirren des 2. Weltkrieges. Nach dessen Ende wurde Friedrichroda zum zweitgrößten Erholungsort der DDR (nach dem Ostseebad Kühlungsborn) ausgebaut. Leider ging dieser Massentourismus zu Lasten des traditionellen Kurwesens.
Im Jahr 1989 wurde eine Zahl von ca. 90.000 Gästen erreicht, dies entsprach etwa einer Million Übernachtungen.

Der kalte Markt und die Bleicher von Friedrichroda

Der 30jährige Krieg unterbrach die relativ günstige wirtschaftliche Entwicklung Friedrichrodas. Raub, Brände und Seuchen forderten unzählige Opfer. Die Stadt hatte damals schon die heutige Grundform, die Hauptstraße parallel zum Schilfwasser. Der ganze Ort war mit einer Hecke umgeben, die Häuser bestanden aus Holzfachwerk und waren wegen des rauhen Klimas mit Brettern verschlagen. Das Garnbleichen war schon recht früh ein Erwerbszweig in Friedrichroda. Hierfür gab es beste Voraussetzungen - ein klarer Bach, viel Rasen, Brennholz für die Kessel und ein ständiger Luftzug. Der Kalte Markt erinnert noch eindeutig an dieses alte Gewerbe. Zwei Drittel der Einwohner lebten damals davon. Doch dann verdrängte die Baumwolle aus England das Leinen vom Markt. Außer diesem Erwerbszweig spielte auch der Bergbau eine Rolle, dessen Zeugnisse heute in der Heimatstube zu sehen sind. Rot- und Brauneisenerz, Brauneisenstein und andere Erze wurden geschürft. Die Bergmänner sammelten sich vor der Schicht und sangen ihr Morgenlied, das im Tal zu hören war. Die Paradeuniform des Bergmanns war sehr schmuck - eine schwarz-rot paspelierte Bluse aus Wollstoff mit rotem Kragen, Brustrabatten, Aufschläge mit Glanzknöpfen, Ledergurt, Filz-Tschako mit Schwanenfederbusch. Die herzogliche Regierung stellte den Bergbau jedoch 1855 wegen Unrentabilität ein. Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Gips gefördert, was die Marienglashöhle noch heute bekundet

Die Erfindung der Mundharmonika

Die Chronik dieser Zeit verweist auf eine Familie, die den Ruf Friedrichrodas über die Stadtgrenzen hinaustrug: Christian Friedrich Ludwig Buschmann erfand 1821 die Mund- und 1822 Handharmonika. Schon sein Vater wurde 1817 von Carl Maria von Weber gewürdigt.

Und so gehts in Friedrichroda weiter

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Derzeit ist Friedrichroda die Nr. 4 der Tourismusorte (hinter Erfurt, Weimar und Oberhof) in Thüringen. Aber nicht nur im Tourismus hat Friedrichroda Geschichte geschrieben, auch die Sportgeschichte wartet auf mit Fakten:


1966      Geplante Weltmeisterschaft im Rennrodeln       - fiel witterungsbedingt aus!

1967      Pokal der Nationen im Rennrodeln       - fiel witterungsbedingt aus!

1970      WM im Orientierungslauf

weitere Höhepunkte:

seit 1990              Städtepartnerschaft mit Bebra (Hessen)

seit 1991              Städtepartnerschaft mit Bad Zwesten (Hessen, aus der Partnerschaft mit Finsterbergen)

1995                     Zulassung von ambulanten Badekuren durch den VdaK

                             Erkundung eines Mineralwassers mit Heilwasserqualität

1997                     Aufnahme der Produktion der Mineralquellen Friedrichroda GmbH mit dem Produkt

                             „Schlossquelle Friedrichroda“

1998                     Eröffnung des Parkbades und Therapiezentrums im Treff Hotel (heutiges H+ Hotel)

2007                     Eingemeindung der Ortsteile Finsterbergen und Ernstroda

seit 2008              Städtepartnerschaft mit Heiligenblut am Großglockner (Österreich)

2008                     fand in Friedrichroda das 7.Thüringer Landestrachtenfest statt, genau an dem Ort, wo vor 100 Jahren

                             das erste überregionale Trachtenfest durchgeführt wurde

2009                     feierten wir 800 Jahre erste urkundliche Erwähnung Friedrichrodas sowie 100 Jahre Bergtheater

2010                     wurde unsere Bobbahn 100 Jahre alt

2017                     Zertifizierung des Stadt Friedrichroda als Heilklimatischer Kurort

2018                     Verleihung des Zertifikats „Heilklimatischer Kurort Premium Class“ an Friedrichroda

                             und den Ortsteil Finsterbergen

2019                    Erstmals seit der Wende überschreitet Friedrichroda die Zahl von mehr

                             als 400.000 Übernachtungen im Jahr und rangiert damit thüringenweit auf Platz 3

                             hinter Erfurt und Weimar.

2020/21               Erweiterung der Kuranlagen im Kurpark, Erneuerung des touristischen Wegeleitsystems

 

Seien Sie zu den Veranstaltungen recht herzlich eingeladen. Näheres finden Sie im Veranstaltungskalender.

Persönlichkeiten

Ehrenbürgerrecht

Das "Ehrenbürgerrecht" ist die höchste allgemeine Ehrung, welche die Stadt Friedrichroda zu vergeben hat.
Diese Bezeichnung kann Persönlichkeiten, die sich um die Stadt Friedrichroda durch besonders beachtliche Leistungen verdient gemacht haben, verliehen werden. Die besondere Verdienste können in allen Bereichen des gemeindlichen Zusammenlebens erworben werden und müssen für die Stadt Friedrichroda und ihre Einwohner von besonderer Bedeutung sein.

Durch Beschluss des Stadtrates der Stadt Friedrichroda vom 29.03.2012 wurde Herrn Klaus Bonsack die Ehrenbürgerschaft der Stadt Friedrichroda verliehen. Herr Klaus Bonsack stammt aus Friedrichroda und hat durch seinen Olympiasieg und mehrfachen Weltmeistertitel im Rennrodeln den Namen Friedrichroda in die Welt hinausgetragen.

Weitere Ehrenbürger sind ab 1990:

  • Rudolf Otto Wiemer
  • Christian Friedrich Ludwig Buschmann
  • Eduard Buschmann

Ehrenstadträte

Personen, die als Mitglieder des Stadtrates, als Bürgermeister oder Beamte insgesamt mindestens 3 Wahlperioden ihr Mandat oder Amt ausgeübt haben, können folgende Ehrenbezeichnung auf Beschluss des Stadtrates erhalten:

Ehrenvorsitzende/r des Stadtrates
Ehrenmitglied des Stadtrates
Ehrenbürgermeister/in
Ehrenbeigeordnete
Sonstige Beamtinnen und Beamte.

Die Ehrung soll in der Regel beim Ausscheiden aus dem Stadtrat oder Ehrenamt, anderenfalls nicht vor Vollendung des 55. Lebensjahres ausgesprochen werden.

Bislang erhielten folgende Stadtratsmitglieder diese Ehrenbezeichnung als Ehrenmitglied des Stadtrates:

  • Hans Tschernitz, verstorben
  • Wilhelm Schranz, verstorben
  • Egon Lucas, verstorben
  • Gerhard Gräfenhan
  • Peter Köllner
  • Horst Schütz
  • Frank Schuchardt
  • Dr. Christian Junge
  • Gudrun Zunft
  • Andreas Witschel
  • Gerhard Werner
  • Thomas Faulstich

Träger der Ehrenmedaille, Ehrenurkunden

Träger der Ehrenmedaille, Ehrenurkunden

Die Ehrenmedaille der Stadt Friedrichroda kann natürlichen und juristischen Personen, die sich auf politischem, wissenschaftlichem, wirtschaftlichem, sozialem, künstlerischem, sportlichem, administrativem oder sonstigem Gebiet Verdienste erworben haben, welche geeignet sind, das Ansehen der Stadt Friedrichroda zu mehren oder das Wohl der Stadt und ihrer Einwohner zu fördern, durch Beschluss des Stadtrates verliehen werden.

Ehrenurkunden werden an Einwohner, die im Interesse und zum Wohle der Allgemeinheit mind. 10 Jahre unter Ausübung eines Mandates im öffentlich-rechtlichen Bereich tätig gewesen sind (z. B. Feuerwehr), auf Beschluss des Stadtrates ausgereicht.

Die Ehrenmedaille erhielten auf Beschluss des Stadtrates:

  • Klaus Henniges (Bürgermeister a.D.)
  • Sängervereinigung Harmonie e. V. Friedrichroda
  • Eberhard Wuth (langj. STR-Mitglied)
  • Winfried Kleinsteuber (40jähr. Dienstjubiläum als Naturschutzbeauftragter)
  • Helmut Vandahl- Wolfgang Becher (Schiedsperson)
  • Heidrun Henniges (außerord. Engagement auf sozialem u. kulturellem Gebiet)
  • Emmi Pfaff (außerord. Engegement auf sozialem, künstlerischem und gesellschaftlichem Gebiet) 

Die Ehrenurkunde wurde auf Beschluss des Stadtrates ausgereicht an:

  • Jochen Asche (Schiedsperson)

Persönlichkeiten aus Geschichte

Herzog Ernst II. – Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha
Wurde 1818 in Coburg geboren und starb 1893 in Reinhardsbrunn. Er stammte aus dem gleichnamigen deutschen Fürstenhaus. Seine Politik war geprägt von der Vertretung der bürgerlichen Interessen. Wesentliche Teile der Grundrechte aus der Verfassung der Frankfurter Nationalversammlung wurden in das gemeinschaftliche Grundgesetz des Herzogtums übernommen, aber auch das allgemeine, gleiche aber indirekte Wahlrecht aller männlichen Staatsbürger über 25 Jahren (ohne Klasseneinteilung). Er strebte als Förderer der deutschen liberalen Nationalbewegung die Erneuerung und Einigung des deutschen Volkes an. Unter seiner Amtschaft fand das Erste Deutsche Turn-und Sportfest sowie die Erste Generalversammlung des Deutschen Nationalvereines statt. Herzog Ernst der II. unterhielt weitreichende internationale Beziehungen zu Herrschaftshäusern in Europa.
Quellen: Wikipedia


Friedrich Christoph Perthes
War unser 1. Kurgast in Friedrichroda. 


Johann Georg Eccarius
Wurde 1818 in Friedrichroda geboren und starb 1889. Er war eine Persönlichkeit der frühen Arbeiterbewegung. Eccarius ging 1846 nach London und wurde dort Mitglied des kommunistischen Arbeitervereins und des Bundes der Gerechten .Dort war er Mitbegründer der ersten Internationalen und Weggefährte von Karl Marx. Ab 1850 war er auch publizistisch tätig.
Quellen: Wikipedia


Max Küstner
Richard Max Küstner wurde 1859 in Trossin geboren und starb 1940 in Friedrichroda. Er studierte Rechtswissenschaften und war am Amtsgericht sowie in verschiedenen Regierungs –und Kommunalverwaltungen tätig. Später war er Bürgermeister in Friedrichroda. Er gilt aufgrund der publizierten Ortsgeschichte von Trossin als der bedeutendste Lokalhistoriker im Amt Torgau im 20. Jahrhundert. Seine wesentlichsten Arbeiten sind in der Staatsbibliothek Berlin und / oder in der Deutschen Bibliothek in Leipzig zugänglich.
 
Quelle: Max Küstner – Biographie und Bibliographie von Klaus Knothe, 10.07.2007


Käte Duncker (1871 -1954)
War Lehrerin und Politikerin. Frau Duncker gründete in Friedrichroda 1890 die Höhere Töchterschule.


Helene Lange (1848-1930)
War ebenfalls Lehrerin und Politikerin. Als solche gründete sie 1890 den Allgemeinen Deutschen Lehrerinnenverein an der Schule in Friedrichroda und schaffte Raum für Schulgründungen für Chancengleichheit von Jungen und Mädchen.


Yukinobu Masumitzu (*1878)
Der Verteidigungsattaché der japanischen Botschaft in Berlin und Oberstleutnant wurde auf dem Friedrichrodaer Friedhof beigesetzt.

Persönlichkeiten aus Geschichte - Ortsteil Finsterbergen

Gustav Hartung
War Förderer und Organisator des Fremdenverkehrs in Finsterbergen. Als Mitbegründer des Thüringer Waldvereins und Gründer der seit 1895 bestehenden Trachtengruppe pflegte er die Heimatgeschichte. Gustav Hartung gründete das erste Dorfmuseum im Herzogtum Sachsen- Coburg und Gotha.


Fredericke Ortlepp
Liebevoll Mutter Rieckchen genannt, registrierte in ihrem Gästebuch von 1888 Guido Knauth aus Orlamünde als ihren ersten Kurgast in Finsterbergen

Persönlichkeiten aus Geschichte - Ortsteil Ernstroda

Ernst Storch 

setzte den ersten Wasserleitungsbau 1887 im Ort um

Louise Scharf geb. Lips  

galt als Wohltäterin des Ortes Ernstroda, sie übereignete der Gemeinde Ernstroda ihr Wohnhaus samt Grundstück (Alte Hauptstr. 38)
als Schenkung sowie Spende für den Bau der Leichenhalle

Erich Endert                  

Initiator des Sportplatzbaues im Zipfel

Persönlichkeiten aus dem Genre Kunst

Ernst Barlach (1870 – 1938),  Bildhauer, Schriftsteller, Zeichner

Christian Friedrich Buschmann(1805-1865), Erfinder der Mundharmonika, Ehrenbürger der Stadt Friedrichroda
 
Rudolf Otto Wiemer (1905 -1998), Lyriker, Ehrenbürger der Stadt
       Friedrichroda

Werner Schubert-Deister (1921-1991) Maler, Grafiker, Bildhauer

Wolfgang Heinz (1900-1984)  Schauspieler, Engagement im Sommer-
     Theater Friedrichroda 1917/1918

Sylvia Leifheit (*1975 in F´roda), Schauspielerin

Sandra Hüller (*1978),   Schauspielerin
wuchs in Friedrichroda auf  

2006 Deutscher Filmpreis (Requium)
2006 „Silberner Bär“ (Requium)
2016 Europäische Filmpreis (Toni Erdmann) - beste europäische Schauspielerin
2017 Deutsche Filmpreis (Toni Erdmann) - beste weibliche Hauptrolle 
2019 Schauspielerin des Jahres für ihre Darstellung der Penthesilea
2020 Schauspielerin des Jahres für ihre Darstellung des Hamlet
2020 Bundesverdienstkreuz am Bande                    

Jorge Villalba  Maler
                        wohnte und arbeitete in Friedrichroda, lebt jetzt in Tambach-Dietharz

In Finsterbergen:
Martin-Andersen Nexö
Der bekannte dänische Dichter weilte 1905 erstmals als Gast im Ort und hat durch seine Novelle „Die Puppe“, eine Geschichte über das Leben der Puppenmacher, den Ort bekannt gemacht.
Hans Bleckert
Ist Finsterberger Heimatforscher, Chronist und Komponist von vielen Liedern. Zahlreiche heimatkundliche Schriften wurden vom ihm verfasst.

Alfred Oschmann
Verfügt über 40 Jahre phenologische Aufzeichnungen. Auch er ist Verfasser zahlreicher Heimatschriften. Aufgrund seiner Arbeiten wurde ihm die Ehrenverdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

In Ernstroda:
Albert Weidner
Verfasser der ersten Ortschronik von Ernstroda 1934

Persönlichkeiten aus Sport und Sportgeschichte

Sportgeschichte geschrieben haben unsere Friedrichrodaer Bob- und Rennrodelsportler. Zahllose DDR-Meister, Deutsche Meister, Europameister, Weltmeister und Olympiasieger starteten und starten für Friedrichroda:

  • Norbert Loch
  • Horst Schönau
  • Margit Schumann
  • Angela Knösel (Höhler)
  • Melitta Sollmann
  • Jochen Asche
  • Bernd Oberhoffner
  • Ilona Brand (Oeckel)
  • Karsten Albert
  • Ute Weiss (Oberhoffner)
  • Klaus Bonsack

Herrn Klaus Bonsack wurde für die sportlichen Erfolge verbunden mit dem weitreichenden Bekanntwerden Friedrichrodas in der Sportwelt mit Beschluss des Stadtrates vom 29.03.2012 die Ehrenbürgerschaft der Stadt Friedrichroda im Rahmen eines würdigen Festaktes am 06.07.2012 verliehen.

  • Anna-Maria Müller
  • Günter Schneider
  • Christa Michaelis (Jeschke)
  • Wolfgang Ackermann
  • Klaus Halbauer
  • Rolf Fuchs
  • Volker Dietrich
  • Rene Friedl
  • Yves Mankel
  • Andre Florschütz

Carl Benzing gilt als Bobpionier! Ihm ist der Bau der Bobbahn „Am Spießberg“ 1909 zu verdanken. Als Erster rodelte er im Fünferbob 1901 den Roten Weg hinab, 1902 fand das erste Rennen auf dem Roten Weg statt. Nicht zu vergessen sind seine Weggefährten und Unterstützer Marschall und Friederichs.

Die einzelnen Erfolge finden Sie unter www.tsbv.de

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